Golden Adventure

Homepage von Dana, Ilea und Xavi

Hundegeschichten

 

stairwaytoheaven© Jim Warren mit freundlicher Genehmigung

The Rainbow-Bridge – Die Brücke des Regenbogens

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist warmes schönes Frühlingswetter.

Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen. Es gibt nur etwas, das sie vermissen. Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz gross! Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füsse tragen es schneller und schneller.

Es hat Dich gesehen. Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest. Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder, und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen. Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und Ihr werdet nie wieder getrennt sein…
Original von Joy LaCaille

Rückkehr von der Regenbogenbrücke

Ein kleiner Hund kam an der Regenbogen-Brücke an und ein Rudel von Hunden kam sofort zu ihm hingelaufen, um ihn zu begrüssen. Er war darauf gefasst, dass er nun angegriffen würde, aber das war die erste Meute, die nur mit dem Schwanz wedelten. Anstatt ihn zu beißen, küssten sie ihn einfach.
Es war wunderschön da und jeder war ganz lieb zu ihm. Keiner von ihnen wurde in einer *Welpen-Fabrik* geboren, so wie er damals, und dann als Kampfhund benutzt, um dann in der Gosse zu sterben, weil er eine hässliche Promenadenmischung war.

Sie erklärten, dass sie auf ihre Herrchen warten würden, die sie so geliebt hatten.

„Was IST Liebe?“, fragte der kleine Hund und Gott lies ihn auf die Erde zurückkehren um das herauszufinden.
Warm und dunkel, er wartete zusammengekauert mit den anderen darauf, geboren zu werden.

Ängstlich wartete er bis zu letzt, als er dann an den Hinterfüssen herausgezogen wurde.
Unbehaarte Hände hielten ihn vorsichtig und trockneten ihn ab.
Sie zeigten ihm, wo es einen Schluck warmer Milch gab. Er hatte nicht die Kraft dazu, sich lange an der Zitze festzuhalten.
Seine Brüder und Schwestern waren weitaus kräftiger als er selbst und stießen ihn zur Seite. Die Menschenhand drückte die anderen Welpen ein wenig zur Seite und hielt seinen Körper, so konnte er trinken.
Aaaahhh .. so ist es besser!“ dachte er und trank, bis er erschöpft war und zusammengekuschelt bei seiner Mutter eingeschlief.

„Ich erinnere mich genau daran “ sagte er erfreut. „Zu dumm, dass ich erwachsen werden musste und hinaus in die Kälte und Nässe musste um dort zu kämpfen und als Verliererhund zu sterben . Ich erinnere mich, was es heißt ein Hund zu sein.“ dachte er traurig.
Diese Nacht kroch er auf seine Mutter und versuchte zu trinken, aber er fiel immer wieder zur Seite weg. Wenn die anderen voll getrunken waren, dann wurde ihnen der Bauch geleckt und er konnte nur noch die Restmilch trinken, die die anderen übrig gelassen hatten.
Aber die Menschenhand war nicht da, die ihm geholfen hatte, dass er auch noch was abbekommen hatte, die Zitzen waren immer schon leer, als er an der Reihe war. Er war noch so klein und schmächtig. Er fiel auf den Rücken und konnte sich nicht mehr aufrichten. So begann er zu schreien.
Sofort kam ein Mensch herbeigeeilt und sofort war die Menschenhand wieder da und dann gab sie ihm einen Gumminippel in den Mund.
Die Milch hat nicht so gut geschmeckt wie die der Mutter, aber es war warm und vertrieb die Schmerzen in seinem kleinen Magen. Er hatte Probleme mit dem Atmen, weil seine Lungen nicht voll entwickelt waren. Er hatte einfach zu lange gebraucht um den anderen in die Gebärmutter zu folgen als er die letzte Chance von der Regenbogenbrücke genommen hatte.
Er konnte den Herzschlag des Menschen spüren, der ihn zugedeckt mit einem warmen, weichen Tuch auf dem Bauch genommen hatte.

Das hielt seinen knochigen Körper schön warm und die wiederkehrenden sanften Streicheleinheiten beruhigten ihn sehr.
Er dachte wieder an seinen neuen Freund, der so lieb an der Regenbogenbrücke zu ihm war und Gott fragte, ob er wohl nochmals zurück dürfte.
Gott sagte : „Ja, aber nicht jetzt. Du wolltest erleben, was Liebe ist.“ So gab ihm der Mensch für einige Stunden ( es kam ihm vor wie Tage aber er wusste ja nicht was Zeit ist und es war ja auch dunkel), seine Milcheinheiten und er gab ihm die Wärme und Liebe seiner Mutter wieder.
Er wurde größer und agiler und der Mensch nahm ihn immer öfters aus dem Nest um bei ihm zu schlafen so lange er liebkost und geküsst wurde und er den Herzschlag hören konnte der fest und lieb klang.
Dann kam Gott und fragte ihn: „Bist du bereit zu uns auf die Regenbogenbrücke zurück zu kommen?“

„Ja antwortete er“, mit einer kleinen Wehmut, weil der Mensch ihn nicht gehen lassen wollte und zu weinen begann. Er ließ die Luft aus seinen Lungen und ging zurück über die Regenbogenbrücke.
Dort schaute er auf den Menschen, der immer noch weinte und seinen Körper in Händen hielt, den er sich für diesen Ausflug geborgt hatte.

„Danke Gott,“ sagte er. „Liebe ist WUNDERBAR und nun werde ich auch an der Regenbogenbrücke auf den Menschen warten, um ihm beim Eintreffen zu sagen, dass ich ihn auch geliebt habe.“
(Original von Joy LaCaille Email: lakai@iag.net)

Warum Hunde niemals sterben…

Einige unter Euch, besonders diejenigen die vielleicht kürzlich ihren Hund verloren haben, verstehen das jetzt nicht wirklich.

Hunde sterben nie. Sie wissen gar nicht wie sie es anstellen sollen. Sie werden zwar müde, sehr alt und ihre Knochen verletzlich. Doch natürlich sterben sie nicht. Wenn sie es täten, würden sie nicht immer spazieren gehen wollen, sogar wenn ihre alten Knochen schon sagen „Nein, keine gute Idee. Lassen wir das mit dem Spaziergang“. Nein, Hunde wollen immer spazieren gehen. Sie würden sogar noch einen Schritt gehen kurz bevor ihre gealterten Muskeln nicht mehr mitspielen und sie auf dem Boden kollabieren. Doch so sind Hunde… sie laufen weiter.
Es ist auch nicht so, dass sie Deine Gesellschaft nicht schätzen. Auf der anderen Seite ist ein Spaziergang mit Dir alles was sie haben. Ihr Boss und Duftmarkierungen bedeuten ihnen die Welt. Das entsorgen von Katzenhäufchen, eine weitere Hunde-Markierung, ein verwester Hühnchenknochen (Jubel) und Du. Das ist es, was die Welt für sie perfekt macht, und in dieser perfekten Welt gibt es keinen Platz für den Tod.

Jedoch werden Hunde sehr sehr müde. Das ist es was Du beobachten kannst. So etwas bringen sie Dir neben keynesianischer Wirtschaftstheorie nicht an der Universität bei. Sie wissen soviel und vergessen dabei, dass Hunde niemals sterben. Es ist wirklich eine Schande.

Wenn Du denkst Dein Hund sei gestorben, ist er lediglich in Deinem Herzen eingeschlafen. Und nebenbei, wackelt er so heftig mit dem Schwanz… kannst Du es Dir vorstellen?! Darum tut Dir auch Deine Brust so weh und Du musst die ganze Zeit weinen. Wer würde nicht weinen wenn er einen glücklichen Hund in seinem Herzen tragen würde der ständig mit dem Schwanz wedelt. Autsch! Sie wackeln aber nur kurz nachdem sie aufwachen. Nämlich dann wenn sie sagen: „Danke Boss! Danke für einen warmen Schlafplatz direkt in Deinem Herzen, dem allerbesten Platz.“

Wenn sie das erste Mal einschlafen, wachen sie noch häufig auf, deswegen musst Du auch so oft weinen. Nach einiger Zeit können sie jedoch besser schlafen (und halte Dir vor Augen, dass das Zeitempfinden von Hunden nicht vergleichbar ist mit dem der Menschen.)
Wenn Du mit Deinem Hund nach draußen gehst ist es für ihn ein Tag voller Abenteuer in nur einer Stunde. Dann kommt er nach Hause und es dauert für ihn eine Woche – für Dich ist es ein Tag – bis zum nächsten Spaziergang. Kein Wunder, dass er Spaziergänge so liebt.

Naja, jedenfalls, wie ich schon sagte, sie schlafen in Deinem Herzen. Und wenn sie aufwachen, dann wackeln sie kurz mit dem Schwanz. Nach wenigen Hundejahren machen sie längere Nickerchen und Du auch. Er war sein Leben lang ein guter Hund, und das wisst Ihr beide. Es macht müde ständig ein guter Hund zu sein, besonders wenn du alt wirst, deine Knochen schmerzen, du immer wieder auf dein Gesicht fällst und zum Pinkeln trotz Regen rausgehen musst, weil du nunmal ein Hund bist.

Mach Dich nicht verrückt. Sie sind nicht „tot“. Wirklich nicht. Sie schlafen in Deinem Herzen, und sie werden immer wieder aufwachen, immer dann wenn Du es gar nicht erwartest. So sind sie nun mal.

Ich habe Mitgefühl mit denjenigen, die keinen schlafenden Hund in ihrem Herzen haben. Dir ist so viel entgangen. Entschuldige, ich muss jetzt gehen und ein wenig weinen.

gefunden unter: http://www.storyfox.de/hundeleben/
Originaltext https://www.reddit.com/r/baww/comments/1m7exu/dogs_never_die/

“A wonderful Story“
oder „Wie der Hund zu seiner kalten und feuchten Nase kam“

Als ein Mann namens Noah anfing in Mitten der Wüste ein Boot zu bauen lachten alle Leute. Sie dachten: Was ein Narr!

Aber Noah hörte nicht auf sie, er horchte auf den Gott der Hebräer welcher ihm befahl ein Boot zu bauen. Also baute Noah ein Boot- er nannte es Arche.
Als er fertig war gruppierte er alle Tiere- zwei bei zwei- um mit ihm in seiner Arche zu reisen.

Die Leute lachten über die Panther und Pinguine.
Sie lachten über die Geparden, Chinchillas, Giraffen und Gazellen, Nashörner und Nilpferde.
Aber alle Tiere- zwei bei zwei- trabten in die Arche. Alsbald fing es heftig an zu regnen. Es regnete und regnete, es goss in Strömen und regnete immerfort.

Die Leute hörten plötzlich auf zu lachen und die Arche floss dahin. Noah und seine Familie und alle Tiere – zwei bei zwei- trieben sicher über das Wasser. Sie segelten für vierzig Tage und vierzig Nächte.
Als der Regen innehielt kamen Noah und seine Familie und alle Tiere -zwei bei zwei- aus der Arche heraus.

Bis auf einen Einzigen! Niemand konnte den kleinen Hund finden. Noah suchte überall.
Er suchte auf dem Ersten Deck, er suchte auf dem Zweiten und er schaute auf dem Dritten Dreck. Endlich, in der entferntesten Ecke im untersten Deck- dort fand er den kleinen Hund.
Der Hund zitterte am ganzen Körper und stand mit seiner Nase fest gegen die Seiten des Bootrandes gepresst.

„Komm her, kleiner Hund“ rief Noah. „Es ist Zeit, komm heraus“. Aber der kleine Hund rührte sich nicht von der Stelle. Noah schob ihn vorsichtig zur Seite.
„Was ist das?“, rief Noah aus. „Ein Loch in der Arche. Die Arche hätte auf Grund dessen versinken können.
Kleiner Hund, du hast uns gerettet! Mich, meine Familie und all die anderen Tiere -zwei bei zwei-, mit deiner kleinen Nase“.

Der kleine Hund war sehr stolz. Aber noch mehr war er hungrig.

„Kleiner Hund“ sprach Noah aus während er einen saftigen Knochen hervorzog, „Nun wird die ganze Welt und alle folgenden Generationen um deine große Leistung wissen.
Deine Nase wird von nun an immer kalt und feucht sein, genauso wie sie heute ist“.

So kam der Hund zu seiner kalten und feuchten Nase. Wenn DU sie fühlst, erinnere dich an den kleinen Hund der mit Hilfe seiner Nase Noah, seine Familie und all die anderen Tiere -zwei bei zwei- beschützte und rettete.
(Verfasser unbekannt)

Leas traurige Geschichte

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren wurde. Es ist eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie ist oft krank und sehr dünn. Sie hat nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen sind plötzlich gestorben.

Als sie mich von meiner Mutter wegnehmen, habe ich furchtbare Angst und bin so traurig. Meine Milchzähne sind kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es geht ihr so schlecht. Die Menschen sagen, daß sie jetzt endlich Geld wollen und daß das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven geht.

So werden wir eines Tages in eine dunkle Kiste gesteckt und fortgebracht. Wir kuscheln uns aneinander und fühlen, wie wir beide zittern – ohnmächtig vor Angst. Niemand kommt, um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche – wir sind in einem „Petshop“ angekommen, einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere zu kaufen gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem viel zu kleinen Käfig. Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.

Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch, um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen „Oh, sind die süß, ich will einen!“, aber dann gehen die Leute wieder fort.

Eines Nachts ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist. Als sie mein totes Schwesterchen am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie sei krank gewesen, und ich sollte nun verbilligt abgegeben werden, damit ich recht bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihre Eltern sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen. Ich heiße jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es ist ein seltsamer Ort, mich schaudert. Ich bekomme einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hält mich sanft und sagt, es wäre ok, da entspanne ich mich. Der Tierarzt scheint meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sehen ganz bestürzt aus. Ich höre etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er spricht von wilden Züchtern und daß meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich begreife nichts von alledem, aber es ist furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt, und immer hieß es „genetisch“ und „nichts zu machen“. Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen, um zu trinken, und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich… Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, daß es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie „Auf Wiedersehen!“ auf die einzige mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.

Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.
Lea
©1999 J. Ellis – bewilligte Übersetzung von E. Wittwer